Infusionen

Wann kommen Infusionen zum Einsatz?

Wenn ein Tier in einer körperlich schwachen Verfassung ist, dass es selbstständig keine Nahrung mehr auf nimmt, dann ist eine Infusion angezeigt. Dabei wird dem Tier über einen Venenzugang eine Elektrolytlösung, sowie eine Glucoselösung verabreicht.

Gleichzeitig kann man auch Vitamine und Immunstimulanzien verabreichen. Meist erholt sich das Tier durch diese Flüssigkeitszufuhr sehr schnell und beginnt nach gewisser Zeit selbständig wie gewohnt das Futter aufzunehmen.

Weshalb wirkt diese so schnell?

Verbildlicht kann man sagen, dass ein Tier die notwendigen Mineralien direkt umwandelt und sich aktiv erholt, ähnlich wie bei einer ausgetrockneten Pflanze die man erneut gießt. Nährstoffe werden dadurch sofort in den Blutkreislauf gebracht und die positive Wirkung setzt unmittelbar ein.

Wie funktionieren Infusionen?

Grundvoraussetzung für eine Infusion ist es den Patienten still zu legen. Hilfreich ist es dabei ihn in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken. Bei Katzen ist eine dafür vorgesehene Box nützlich, bei Hunden kann das Herrchen gerne unterstützend mitwirken, um das Anbringen des Zugangs zu erleichtern.

Die vorher zubereitete Flüssigkeitsmischung wird im Anschluss über einen dünnen Schlauch langsam tropfenweise verabreicht. Je nach Menge der Flüssigkeit beansprucht dies eine Zeit von 30-60 Minuten. Danach ist die Behandlung vorerst beendet, der Venenkatheter verbleibt jedoch, um gegebenenfalls weitere Infusionen verabreichen zu können.